1. Wie schnell bekommen wir einen Erstvorstellungstermin?
In der Regel ist ein Erstvorstellungstermin innerhalb einer Woche möglich, in dringenden Fällen auch noch schneller.  Bitte melden Sie sich einfach telefonisch, wir werden unser Bestes tun, den von Ihnen gewünschten Termin zu realisieren. Denken Sie auch daran, die Ergebnisse zurückliegender Untersuchungen, Operationsberichte, die Protokolle früherer Kinderwunschbehandlungen und evtl. vorhandene Spermiogramme als wichtige Grundlagen für das Erstgespräch mitzubringen, falls Sie Ihnen vorliegen.

2. Wie lange dauert es von der Erstvorstellung bis zum Behandlungsbeginn?
In Abhängigkeit von bereits vorliegenden Untersuchungsergebnissen, gegebenenfalls nachzuholenden Untersuchungen und dem Zykluszeitpunkt der Frau kann die Behandlung innerhalb von wenigen Tagen bis maximal 12 Wochen beginnen.

3. Wie lange dauert eine IVF-Behandlung?
Eine IVF-Behandlung untergliedert sich in drei Zeitabschnitte: den sog. Vorzyklus (der Monat vor Beginn der eigentlichen Hormontherapie), die Stimulationsphase der Eierstöcke durch Hormone einschließlich Eizellentnahme und Embryotransfer (ca. 14 Tage) und die Zeit bis zum Schwangerschaftstest (ca. 14 Tage).

4. Wie oft muss ich für einen Behandlungszyklus in die Praxis kommen?
Nach Abschluss der Voruntersuchungen sind in der Regel während der hormonellen Stimulationsphase drei bis vier Kontrolluntersuchungen notwendig. Einige dieser Kontrollen können auch in Kooperation mit dem Frauenarzt / der Frauenärztin vor Ort durchgeführt werden. Für die Eizellentnahme und den Embryotransfer sind zwei weitere Termine nötig.

5. Wie viel Abstand muss zwischen einzelnen Behandlungszyklen sein?
In der Regel liegen bei einer IVF- oder ICSI-Therapie 3 Monate zwischen den einzelnen Behandlungszyklen. Bei einfacheren Therapieverfahren (z.B. tubare Perfusion) können die Behandlungen in direkt aufeinanderfolgenden Zyklen stattfinden.

6. Lassen sich die Untersuchungen und Kontrollen für die Kinderwunschbehandlung mit meinen Arbeitszeiten vereinbaren?
Die meisten unserer Patientinnen sind berufstätig und müssen Behandlung und Beruf vereinbaren. Dies berücksichtigen auch unsere Sprechzeiten. Untersuchungstermine können Sie ab 8.15 Uhr erhalten.

7. Was können wir zum Behandlungserfolg beitragen?
Für eine optimale Therapie ist das Verständnis des Paares für die einzelnen Behandlungsschritte sehr wichtig. Um Behandlungsfehler durch Missverständnisse auszuschließen, sollten Sie bei Unklarheiten lieber einmal zu viel als einmal zu wenig nachfragen.

8. Ist die Hormonstimulation der Eierstöcke nur mit Spritzen möglich?
Ein optimaler Behandlungsverlauf kann bei der Stimulation der Eierstöcke am ehesten durch die Injektion körpereigener Hormone erreicht werden, da diese Art der Hormonstimulation am besten dosierbar ist. Je nach individueller Situation kann auch eine Tabletteneinnahme oder die Behandlung im unstimulierten Zyklus sinnvoll sein (s. IVF-Naturelle, Mini-IVFTM).

9. Welche Nebenwirkungen hat die Hormonstimulation der Eierstöcke und sind Spätfolgen zu befürchten?
Durch das gleichzeitige Heranreifen mehrerer Eibläschen infolge der Hormonstimulation kann es zu Spannungsgefühlen im Unterbauch kommen. Ein überschießendes Ansprechen auf die Therapie kann ohne engmaschige Kontrollen zum sog. Überstimulationssyndrom (OHSS) führen. Neben dem Erreichen der gewünschten Schwangerschaft richten wir unser Hauptaugenmerk auf die möglichst schonende und individuelle Therapie, um solche belastenden Verläufe zu vermeiden. Nach den bisherigen wissenschaftlichen Untersuchungen hat die Hormonstimulation jedoch keinesfalls den verfrühten Eintritt der Wechseljahre oder gar ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs zur Folge.

10. Kann ich mir die Hormonspritzen selbst verabreichen?
Die Spritzen werden subkutan, d.h. in das Fettgewebe unter der Haut gespritzt. Die meisten Patientinnen bewältigen dies nach entsprechender Anleitung durch unser Personal allein.

11. Macht die Hormonbehandlung dick?
Entgegen vielen Gerüchten führt die Einnahme von Stimulatiosmedikamenten nicht zur dauerhaften Gewichtszunahme. Es kann allerdings durch die erhöhten Hormonspiegel vorübergehend zu verstärkter Wasserbindung im Gewebe kommen. Die damit verbundene Gewichtszunahme von höchstens 2-3 kg geht nach der Therapie zurück.

12. Wird die Follikelpunktion ambulant durchgeführt?
Ja. Sie Können die Praxis in der Regel 2-3 Stunden nach der Eizellentnahme verlassen. Allerdings sind Sie für den Rest des Tages aufgrund der Narkose aus rechtlichen Gründen nicht mehr arbeitsfähig oder fahrtüchtig.

13. Ist die Follikelpunktion schmerzhaft?
In unserer Praxis wird die Punktion in kurzer Vollnarkose durchgeführt und ist somit schmerzlos. Am Tag der Eizellentnahme und am folgenden Tag können je nach Anzahl der gebildeten Eibläschen Unterbauchbeschwerden ähnlich wie bei der Regelblutung auftreten, die meist bis zum Embryotransfer verschwunden sind.

14. Worauf muss ich nach der Follikelpunktion und dem Embryotransfer achten?
Folgendes sollten Sie im IVF- oder ICSI-Behandlungszyklus aufgrund der vergrößerten Eierstöcke vermeiden: stärkere körperliche Belastung (besonders schweres Heben), Drehbewegungen (z.B. Wiener Walzer), Sport mit abrupten Bewegungsstopps (z.B. Tennis, Reiten) oder Erschütterungen (z.B. Joggen). Übermäßige Hitze (z.B. Sauna, heiße Bäder, langes Sonnenbad) kann durch die Erhöhung der Körpertemperatur die Embryonen schädigen. Begleitend zur Behandlung sollten Sie auf eine gesunde Ernährung, eiweißreiche Kost und reichliche Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2,5 l/Tag) achten. Rauchen beeinflusst die Einnistung des Embryos sehr ungünstig. Daher sollten Sie das Rauchen bereits vor Behandlungsbeginn aufgeben.

15. Wann kann ich nach Follikelpunktion und Embryotransfer wieder Geschlechtsverkehr haben?
Ab 2 Tagen nach der Punktion ist bei Wohlbefinden wieder Geschlechtsverkehr möglich.

16. Ist der Schwangerschaftstest aus dem Blut genauer als aus dem Urin?
Der Schwangerschaftstest aus dem Blut misst die genaue Konzentration des Schwangerschaftshormons hCG. Der Urintest erlaubt dagegen nur die Aussage, ob Schwangerschaftshormon gebildet wird oder nicht. Nach dem Embryotransfer spritzen Sie zur Unterstützung der Einnistung Schwangerschaftshormon, das den Urintest verfälschen kann. Der Test aus dem Blut ist also viel genauer.

17. Ist beim ICSI-Verfahren die Wahrscheinlichkeit, ein behindertes Kind zu bekommen, erhöht?
In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen des In- und Auslands ergaben sich bisher keinerlei Hinweise, dass die bloße Technik der „Mikroinjektion“ eines Spermiums in die Eizelle schädliche Einflüsse auf die Entwicklung des dadurch entstandenen Embryos oder Kindes hat. Die Wahrscheinlichkeit für Fehlbildungen oder genetisch bedingte Erkrankungen hängt hauptsächlich vom mütterlichen Alter ab sowie von anderen Risikofaktoren, die die zukünftigen Eltern „mitbringen“. Daher empfehlen wir vor der Kinderwunschbehandlung eine genetische Beratung einschließlich einer Chromosomenanalyse, um eventuelle Risiken individuell abschätzen zu können.

18. Wie wahrscheinlich ist es, nach einer IVF- oder ICSI-Behandlung Zwillinge oder Drillinge zu bekommen?
Nach IVF- oder ICSI-Behandlungen liegt der Anteil an Zwillingsschwangerschaften bundesweit bei ca. 20 %, der Anteil an Drillingsschwangerschaften bei etwa 2,4 %. Diese Durchschnittsangaben treffen aber Ihr individuelles Risiko nur sehr ungenau. Hier sind vor allem das Alter der Frau, die Anzahl vorausgegangener Schwangerschaften sowie die Anzahl der übertragenen Embryonen ausschlaggebend. Wir versuchen durch individuelle Beratung, das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft möglichst gering zu halten, ohne den Behandlungserfolg zu gefährden.

19. Werde ich in der Schwangerschaft weiterhin in Ihrer Praxis betreut?
Eine Betreuung der Schwangerschaft erfolgt in unserem Zentrum nur bis zum sicheren Nachweis der embryonalen Herzaktion. Wenn wir uns sicher sind, daß Ihre Schwangerschaft intakt ist, werden Sie an Ihren Frauenarzt rücküberwiesen.

20. Nicht schwanger im dritten Behandlungszyklus: Sollen wir die Behandlung aufgeben?
Aus statistischer Sicht ist ein vierter Behandlungsversuch fast immer genauso aussichtsreich wie die vorhergehenden Versuche. Auch mit 5 oder mehr Versuchen kann es durchaus noch zur Schwangerschaft kommen. Wir sind spezialisiert auf Paare mit vorhergehendem Einnistungsversagen. Bei Nachweis immunologischer Faktoren und entsprechender individueller Therapie sind die Schwangerschaftsraten in unserem Zentrum auch nach zahlreichen Vorversuchen günstig (s. Erfolgsraten).







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