Einfrieren (Kryokonservierung) von Eizellen, Vorkernstadien und Kryotransfer

Sind mehr Eizellen befruchtet als zum Erreichen der gewünschten Zahl an entwicklungsfähigen Embryonen für den Transfer benötigt werden, besteht in unserem Zentrum die Möglichkeit, diese verschiedene Stadien der Eizellentwicklung einzufrieren. In besonderen Situationen ist auch das Einfrieren von Eizellen ohne vorherige Durchführung einer IVF oder ICSI sinnvoll. Eingefrorene Eizellen und Vorkernstadien sind unbegrenzt lagerfähig. Sie können zu einem späteren Zeitpunkt aufgetaut und verwendet werden.
Im Fall einer ausbleibenden Schwangerschaft können dann weitere Embryotransfere stattfinden, ohne dass zuvor eine erneute ovarielle Hormonstimulation und Follikelpunktion stattfinden müssen.

Entweder erfolgt die Übertragung im sog. Einnistungsfenster des normalen weiblichen Zyklus, zwei bis sechs Tage nach dem Eisprung, oder die Schleimhaut wird alternativ durch die Einnahme von Östrogenen und Gelbkörperhormon für die Einnistung vorbereitet. In beiden Fällen ist die körperliche Belastung und der zeitliche Aufwand für die Behandlung deutlich geringer als im IVF- oder ICSI-Zyklus. In der Regel ist nur eine Ultraschalluntersuchung notwendig, um den Transfer planen zu können.

Durch die Kryokokonservierung können die Schwangerschaftsraten nach einer Eizellpunktion durch diese zusätzlichen Embryotransfere deutlich gesteigert werden. Selbstverständlich lagern wir auch nach Eintritt einer Schwangerschaft verbleibende Vorkernstadien für den Fall weiter, dass bei Ihnen der Wunsch nach einem zweiten Kind entsteht. Bisherige Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf Schäden bei Kindern, die nach Kryokonservierung geboren wurden.

Zur Kryokonservierung werden die Vorkernstadien in eine spezielle Gefrierschutzflüssigkeit umgesetzt und in strohhalmförmige, verschließbare Kunststoffcontainer übertragen. Der Einfriervorgang wird mittels eines programmierbaren Automaten durchgeführt, der die Temperatur in genau festgelegten Schritten auf –196 °C absenkt. Bei dieser Temperatur erfolgt dann die weitere Lagerung der Container in einem Tank mit flüssigem Stickstoff.
Für den Transfer werden die Keimzellen nach einem exakt festgelegten Protokoll wieder aufgetaut. In unserem Zentrum ist die Überlebensrate nach dem Auftauprozeß mit über 85 % sehr hoch.
Erfolgt das Einfrieren von nicht befruchteten Eizellen, wird die Technik der "Vitrifikation" oder Verglasung eingesetzt, die für diese Zellart am besten geeignet ist. Im Transferzyklus wird am Tag des Auftauens dann eine erneute Spermienprobe zur Durchführung der ICSI benötigt.

SpindleView

IMSI (Intracytoplasmatische morphologisch selektierte Spermieninjektion zur Auswahl von unauffälligen befruchtungsfähigen Spermien)

EmbryoScope

Blastozystentransfer

Assisted hatching

EmbryoGlue

Naturheilverfahren







Kryokonservierung
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