Die Chinesische Medizin blickt auf eine über 4000 Jahre alte Tradition zurück und umfasst neben Akupunktur auch Kräutertherapie, Massage (Tuina), Ernährungsmedizin sowie Körper- und Atemübungen (Qi Gong). Im Zentrum steht die Harmonie aller Lebensfunktionen.

Der Mensch wird als Einheit aus Körper und Geist betrachtet. Störungen im harmonischen Fluss der Lebensenergie Qi können durch emotionale Belastungen oder äußere Lebensbedingungen verursacht sein und führen zur Entstehung von Krankheiten.

Unter den Behandlungsverfahren der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) ist die Akupunktur im europäischen Raum die bekannteste. Nach chinesischer Beobachtung ist die Körperfläche überzogen von einem Netz von Energieleitbahnen, die sich in den Körper bis zu den inneren Organen fortsetzen. Auf den Hauptleitbahnen sind 361 Punkte beschrieben worden, über die der Energiefluss in den Leitbahnen reguliert werden kann. Dies erfolgt durch Einbringen von dünnen Nadeln oder Pressen dieser Punkte.

Zahlreiche Untersuchungen nach westlichem Wissenschaftsverständnis haben versucht, eine Erklärung für die beobachtete Wirkung zu erbringen.
Dabei wurden interessante physiologische Veränderungen durch Akupunktur nachgewiesen, unter anderem die Freisetzung von Botenstoffen des zentralen Nervensystems und die Aktivierung von Nervenleitbahnen, die die Schmerzweiterleitung hemmen.

Akupunktur verbessert auch die Durchblutung der Gebärmuttergefäße und hemmt die Kontraktionsneigung der Gebärmuttermuskulatur (Untersuchungen von Stener-Victorin, 1996, und Kim, 2000). Patientinnen, die mit einer Kombination aus Körper- und Ohrakupunktur unmittelbar vor und nach dem Embryotransfer behandelt wurden, erreichten signifikant häufiger eine Schwangerschaft. Eine Erklärung könnte eine verbesserte Durchblutung der Gebärmutter sein.

Auch die Auswertungen an unserem Zentrum haben je nach Behandlungsart (IVF/ICSI/Kryotransfer) eine Steigerung der Erfolgsaussicht von 10-22% gezeigt.
Die Akupunktur erfolgt in der Regel am Tag des Embryotransfers. Es werden zwei Behandlungssitzungen durchgeführt, jeweils unmittelbar vor und nach dem Transfer in unserem OP-Bereich.

Dabei wird eine Punktekombination  verwendet, die die wichtigsten chinesischen Krankheitsmuster berücksichtigt. Dies wird durch Zungendiagnostik und durch Befragung der Patientin überprüft. Dadurch ist eine individuellere Therapie möglich als durch die Verwendung eines starren Schemas wie es im Rahmen von Studien durchgeführt werden muss.

Die am häufigsten angezeigten Punkte befinden sich auf dem Scheitel des Kopfes, am Hand- und Fußrücken, am Unterbauch und am Unterschenkel, nach dem Transfer oft am Rücken. Die verwendeten Nadeln sind zum Einmalgebrauch steril verpackt. Durch die Silikonbeschichtung ist der Einstich nur selten schmerzhaft.

An den genadelten Punkten kann aber das sog. De Qi- oder Energiegefühl ausgelöst werden, das sich als Kribbeln, Wärme, Taubheit oder Schweregefühl darstellen kann. Die Mehrheit der Patienten berichtet auch über eine psychische Entspannung bis zu einer angenehm empfundenen Müdigkeit während der Akupunktur. Darüber hinausgehende Nebenwirkungen sind ausgesprochen selten.

Klassische Homöopathie
Psychologische Begleitung




Akupunktur
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