Finanzielle Unterstützung für junge Krebspatienten in Aussicht (11/2019)

Die Diagnose „Krebs“ zu erhalten, ist für die betroffenen Patienten schon schlimm genug. Eine Chemo- oder Strahlentherapie führt in der Regel zur Unfruchtbarkeit, deshalb müssen sich die Patienten zudem mit der Möglichkeit der Fertilitätsprotektion (Einfrieren von Eizellen und Spermien) auseinandersetzen. Zu allem Überfluss war das bisher keine Kassenleistung, so dass sich die Betroffenen in dieser sowieso schon schwierigen Situation auch noch Gedanken über den finanziellen Aspekt machen mussten.

Nun gibt es eine wichtige Neuerung in diesem Bereich: Mit Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) wird das Einfrieren von Eizellen und Spermien nun tatsächlich eine Kassenleistung.

Als letzter Schritt fehlt noch die Festschreibung einer neuen Richtlinie durch den Gemeinsamen Bundesausschuss zur Durchführung des Gesetzes.

Bis es diese Richtlinie gibt, die die Rahmenbedingungen zum Gesetz festlegen soll, werden die Fertilitätserhaltungsbehandlungen leider noch als Selbstzahlerleistung in Rechnung gestellt. Viele Krankenkassen übernehmen diese Kosten aber bereits, wenn die Patienten die Belege einreichen.

Im Interesse der Krebspatienten hoffen wir, dass die Richtlinie zeitnah veröffentlicht wird und eine finanzielle Unterstützung durch die Krankenkassen bald ohne Probleme möglich sein wird.

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