Voraussetzung für die Anwendung von Immunglobulinen ist ein deutlicher Hinweis auf eine mögliche immunologische Ursache für das Implantationsversagen trotz guter Embryonalqualität oder die wiederholten Fehlgeburten. Vor allem eine ererbte Kombination der Killercell Immunoglobulin-like Rezeptoren, die durch wenig aktivierende Rezeptoren auffällt (KIR-Genotyp AA) kann darauf hinweisen.

Die Anwendung von Immunglobulinen als intravenöse Infusion (IVIG) wird seit den neunziger Jahren in der Kinderwunschbehandlung als Immunmodulationstherapie eingesetzt. Diese Immunglobuline mit einem breiten Spektrum von Antikörpern werden aus einem Pool von mindestens 1000 Spenderblutproben gewonnen.

In unserem Zentrum bestehen dazu langjährige Erfahrungen, die im Juli 2011 als Einführungsstudie ausgewertet wurden. Dabei konnte eine hervorragende fortbestehende Schwangerschaftsrate und Geburten nachgewiesen werden. Es konnten dazu nachfolgende Ergebnisse veröffentlicht werden:

Alternativ kommt unter ähnlichen Vorbedingungen auch eine Injektionstherapie mit dem Zytokin G-CSF-Granocyte® (granulocyte colony-stimulating factor) bei KIR-Genotyp BB zur Anwendung.

Aktuell werden wir das Medikament Tacrolimus® entsprechend der Publikation einer japanischen Arbeitsgruppe nach Zytokinbestimmung im Blut zur Regulation dieser Substanzen mit niedriger Dosierung zwischen 1 - 3 mg an.

Die Ergebnisse dieser Behandlung sind erfolgversprechend. Bei 11 langjährig erfolglos therapierten Frauen konnten 5 fortbestehende Schwangerschaften pro Embryotransfer erzielt werden.

Die genannten medikamentösen Therapien sind für diese Indikation nicht zugelassen (off label use), da entsprechende Zulassungsstudien nicht vorliegen.

Endometriumbiopsie
Seminalplasmaspülung
Partnerlymphozyten-Immunisierung








Intravenöse Immunglobuline (IVIG)

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